Tiere in Not Hamburg
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Jahresrückblick 2019                                                   

Liebe Mitglieder und Freunde, 

es ist wieder an der Zeit, Ihnen für Ihre großzügige und treue Unterstützung unseres Tierschutzvereins zu danken.

Im vergangenen Jahr haben alle Tierschützer einen Riesenerfolg verbuchen können. Denn es ist gelungen, dem berüchtigten Tierversuchslabor Laboratory of Pharmacology and Toxicology, kurz LPT, mit Standort vor den Toren Hamburgs den Garaus zu machen. Es war zu abscheulich, was wir aufgrund der mutigen Recherche des Undercover-Agenten von der „Soko Tierschutz“ zu sehen bekamen, siehe auch www.soko-tierschutz.org. Das LPT ist nun geschlossen, es gibt keine weiteren Tierversuche - an diesem Standort. Die überlebenden Tiere konnten weitestgehend befreit werden und dürfen sich auf ein Zuhause freuen. Für die Affen allerdings geht die Qual an einem anderen Standort des Unternehmens weiter. Als Tierschützer unterstützen wir rückhaltlos alle Initiativen zum Aus für Tierversuche und appellieren an jeden Tierfreund, es ebenfalls zu tun.

Unser Tierschutzverein und unsere Stiftung Tierschutz Hamburg haben sich auch im letzten Jahr dem Elend der rumänischen Straßenhunde entgegengestellt. Wir haben abermals unseren Beitrag zur Verbesserung der Tierschutzsituation im Brennpunkt Pitesti/Rumänien geleistet, wo Tierhilfe Hoffnung e.V. das größte Tierheim der Welt, die Smeura, unterhält.  Dort werden es nicht weniger, sondern immer mehr Hunde, weil auch aus der weiteren Umgebung der Stadt Pitesti ungeliebte und ungewollte Hunde (sehr viele Welpen) in der Smeura ihre einzige Zuflucht finden. Die politische Situation vor Ort hat sich nicht geändert. Die Population der Straßenhunde kann nicht durch Tötung, sondern nur durch flächendeckende Kastration nachhaltig und tierschutzgerecht gelöst werden. Diese Erkenntnis aber wird von den für das Tötungsgesetz verantwortlichen Politikern in Rumänien ignoriert.

In der Smeura werden jeden Tag 2,8 Tonnen Hundefutter für die rund 6.000 Hunde benötigt. Das kostet täglich 1.400 Euro. Auch mit ihrer Hilfe konnten wir einen deutlich 4-stelligen Beitrag für die Versorgung der Tiere leisten. Angesichts des dortigen Gesamtbedarfs war es jedoch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Im März 2019 haben wir zwei Hunde aus der Smeura aufgenommen, Arthur und Senta.

                

Sie haben uns viel Freude, aber auch allerhand Kopfzerbrechen bereitet bis es schließlich Ende des Sommers 2019 soweit war, dass beide ein tolles Zuhause gefunden hatten.

Senta, eine superintelligente, 3-jährige Pointer-Mix-Hündin, hatte allerlei rumänische Reisekrankheiten im Gepäck, die zu therapieren langwierig war. Ein Glücksfall war, dass sie an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste ein Zuhause gefunden hat, in dem bereits ein Pointer-Mix-Rüde aus der Smeura lebt. Momo und Senta – das war Liebe auf den ersten Blick und sind ein unzertrennliches Paar geworden. Für uns war es ein Glück, weil wir die liebenswürdige Hündin trotz ihrer Hautwürmer, deren Bekämpfung eine bis in den Oktober fortzusetzende Therapie erforderlich machte, abgeben konnten. Momo hatte auch Hautwürmer als er dort ankam. Herrchen und Frauchen kannten sich also aus und haben ohne Wenn und Aber diese zauberhafte Hündin in ihren Haushalt integriert.

      

Arthur, ein ca. 4-jähriger, schüchterner, aber bildhübscher Mischlingsrüde hatte außer Zahnstein erstmal nichts – der Bluttest war komplett negativ. Dann aber stellte sich eine Deformation des Hüftgelenks heraus. Durch Unfall oder Schläge war sein linker Hüftkopf aus der Hüftpfanne gesprungen und machte Beschwerden, die vor allem im fortgeschrittenen Alter sehr problematisch für den kleinen Hund hätten werden können. Hier war nun eine Operation erforderlich, die er zwar medizinisch gut überstanden hat, aber seine Psyche hat doch noch mal einen kleinen Knacks erlitten. Warum tut ihr mir das an?

                                                            

Er blieb noch eine ganze Weile unser kleines Sorgenkind, das sich gegenüber jeglichem Versuch, ihn zu vermitteln, unkooperativ zeigte. Dann aber kamen auch für ihn die richtigen Leute, die sich nicht daran störten, dass er so defensiv und vorsichtig war. Er hat in Ahrensburg sein Traumzuhause gefunden. Inzwischen hat er viel Selbstvertrauen dazugewonnen. Er bevorzugt nach wie vor eindeutig Frauen, die er gnadenlos betört. Bei Männern bleibt er misstrauisch und macht nur bei seinem Herrchen eine Ausnahme. 

Und als das Chaos am größten war, da kam Miezi:

                               

Unkastriert, ungechipt und mit großem Gesäuge ist sie höchstwahrscheinlich bei uns vor der Haustür ausgesetzt worden. Miezi wollte nicht von uns (Menschen) weichen und unbedingt ins Haus - trotz der Hunde und trotz unserer eigenen Katze, die alle fanden, sie solle besser verschwinden. Miezi hat sich tagelang bei uns versteckt bis wir sie endlich anfassen konnten. Sie entpuppte sich sodann als sehr zutrauliche, niedliche, zarte Kätzin. Der Tierarzt stellte fest, dass sie erst kürzlich geworfen hatte und gottseidank nicht schon wieder trächtig war. Gechipt, geimpft und kastriert konnte sie letztendlich ein neues Leben mit einem Garten, einem Dackel und tierlieben Dosenöffnern in Schleswig beginnen.

Natürlich haben wir auch wieder für die tierärztliche Versorgung und Kastration freilebender Katzen gesorgt. Anfang des Jahres erhielten wir einen Hilferuf aus Kühlungsborn. Die dortigen Tierschützer benötigten dringend Unterstützung, um im Frühjahr eine größere Population (ca. 25) freilebender Katzen auf einem Bauernhof kastrieren zu können. Selbstverständlich sollten die Tiere, bei denen im Rahmen der geplanten Aktion eine tierärztliche Behandlungsbedürftigkeit festgestellt werden würde, die notwendigen Therapien auch erhalten. Diesem Anliegen konnten wir dank Ihrer Spendengelder nachkommen. Alle Tiere sind kastriert und gegebenenfalls behandelt worden. Eine Katze musste euthanasiert werden. Unsere Freunde in Heiligenhafen, die schon seit langem und immer wieder von Neuem dabei sind, der nicht enden wollenden Flut ungewollten Nachwuchses von Katzen einen Riegel vorzuschieben, haben sich ebenfalls über unsere Hilfestellung freuen dürfen. Wir haben auch Ihnen Tierarztkosten abnehmen können. Insgesamt ist ein deutlich 4-stelliger Betrag – mehr als die Hälfte unseres gesamten Spendenaufkommens – diesem Zweck zugeführt worden. Die Stiftung konnte die Wolgaster Katzenfreunde abermals finanziell unterstützen, um die Versorgung der in Ihrer Obhut befindlichen (ehemals) freilebenden Katzen zu sichern.   

Bitte bleiben Sie uns treu und bitte unterstützen Sie den Tierschutz, wo und wie immer Sie es können. Nur der Tierschutz ist ein kleiner Ausgleich dafür, was wir Menschen den Tieren tagtäglich antun.

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Tiere in Not - Hamburg e.V. | Stand: 06-2020