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Jahresrückblick 2017                                                   

Liebe Mitglieder und Freunde,

nun ist das Jahr 2017 schon wieder vorbei und wir fragen uns, wo die Zeit geblieben ist. Sie vergeht immer schneller und es ist schon wieder an der Zeit, Ihnen aus vollem Herzen für Ihre großzügige Unterstützung im vergangenen Jahr herzlichst zu danken. Mit Hilfe Ihrer Spenden konnten wir in das Mühlrad des Tierelends und der Tierquälerei eingreifen und unseren Beitrag für etwas mehr Glück in der Tierwelt leisten.

Aus Rumänien gibt es leider nichts Neues zu berichten. Es ist immer noch so, dass nach dem derzeit gültigen Tötungsgesetz freilebende Hunde eingefangen und nach Ablauf von 14 Tagen in einer Tötungsstation getötet werden. Dazu berichtet unser Partnerverein, Tierhilfe Hoffnung e.V., in der letzten Ausgabe seiner Vereinszeitschrift: „Der Begriff Euthanasie existiert für die Straßenhunde allerdings nur auf dem Papier. Die Hunde werden auf brutale und schmerzhafteste Weise getötet. Wenn sie nicht schon vorher in den Tötungsstationen verhungern, verdursten, erfrieren oder an nicht behandelten schweren Verletzungen sterben, werden sie erschlagen, durch Spritzen mit Frostschutzmittel getötet, stranguliert oder durch gleichermaßen schrecklichste Methoden umgebracht.“ Wenigstens in Pitesti werden - dank Tierhilfe Hoffnung - die nicht abgeholten Hunde aus der Tötungsstation von den Tierschützern in die Smeura, dem größten Tierheim der Welt, verbracht. Das ist jedes Mal ein Balanceakt gegenüber dem kaltherzigen und brutalen Personal in der Tötungsstation.

So warten in der Smeura weiterhin 5.400 Hunde auf eine Chance zur Ausreise.

                 

Im Februar 2017 erreichte uns – wie auch alle anderen mit der Smeura zusammenarbeitenden Tierschutzvereine - ein dramatischer Hilferuf, weil aufgrund des ungewöhnlich strengen Winters mit wochenlangen extremen Minustemperaturen die Hundeaußenzwinger (es gibt dort nur Außenzwinger) keinen hinreichenden Schutz mehr boten. Insbesondere die jungen Hunde liefen Gefahr zu erfrieren. So mussten alle Junghunde - und das waren mehrere Hundert - in der (dafür nicht ausgelegten) Krankenstation notuntergebracht werden. In einer konzertierten Aktion aller mit der Smeura zusammenarbeitenden Tierschutzvereine wurden Anfang des Jahres so schnell wie möglich und in so großer Zahl wie möglich Junghunde nach Deutschland verbracht. Wir haben damals 6 Junghunde aufgenommen.

Im weiteren Verlauf des Jahres durften noch einmal 6 erwachsene Hunde nachreisen. Sie alle sind mit Hilfe des Tierschutzvereines in Schleswig in ein schönes neues Zuhause vermittelt worden. Unser Beitrag lag – wie immer – in der hiesigen Organisation und der Übernahme der notwendigen Tierarztkosten, einschließlich der Kosten für die Blutuntersuchungen auf rumänische Reisekrankheiten, die uns unsere Aufsichtsbehörde auferlegt hat.

  

                                                                                                                                           

Erinnern Sie sich noch an Seth?

2016:                                                    und heute: 

                

Ihm geht es jetzt prächtig. Wir treffen ihn gelegentlich mit seinen Leuten auf der Hundewiese und es ist jedes Mal eine große Freude für uns, diesen glücklichen Hund zu sehen.

Natürlich haben wir im vergangenen Jahr auch zusammen mit unserer Stiftung Tierschutz Hamburg die Smeura in Pitesti wieder finanziell nach Kräften unterstützt. So konnten dank Ihrer Spende auch im Jahr 2017 abermals 10.000 kg Hundefutter gekauft werden. Es konnte darüber hinaus ein nicht unerheblicher Beitrag zur Sanierung der Dächer der Hundeausläufe geleistet werden. Denn der harte Winter 2016/2017 hatte gezeigt, dass alle Dächer der Außenzwinger dringend saniert werden mussten. Sie drohten unter der Schneelast zusammen zu brechen. Im November 2017 konnte das letzte Dach der Hundeausläufe durch ein neues ersetzt werden. Nun können die Tiere in der Smeura vor dem rumänischen Winter viel besser geschützt werden.

  

Auch die Katzen haben wir nicht vergessen. Immer wieder aufs Neue übernehmen wir die Kastrationen freilebender Katzen im ländlichen Bereich Norddeutschlands. Da eine Vermittlung von Katzen im ländlichen Bereich, etwa in Wolgast in MVP, für die Tierschützer vor Ort extrem schwierig ist, müssen herrenlose Katzen häufig als Dauergäste versorgt werden. Das schlägt insbesondere bei den Tierarztkosten zu Buche, da bei vielen Katzen auf einem relativ engen Raum das Infektionsrisiko hoch ist und etwa auf Impfungen keinesfalls verzichtet werden kann. Für die Wolgaster Katzen haben wir deshalb auch im vergangenen Jahr wieder Tierarztkosten übernommen. Die Tierschützer in Heiligenhafen und in Neumünster hat unsere Stiftung Tierschutz Hamburg bei Kastrationen und bei Futter für die freilebenden Katzen unterstützt.

              

Gelegentlich werden wir gefragt, ob in Rumänien außer den Hunden auch die Katzen so grausam verfolgt werden. Die Antwort lautet Nein. Ihre Lage ist anders. Obwohl es sicherlich abertausende unkastrierter Katzen dort gibt, sind sie bisher von einer Verfolgung im Sinne von Einfangen und Töten nicht betroffen. Aber sie leben genau wie die Straßenhunde im Elend, sich selbst überlassen, halbverhungert und krank. Deshalb versorgen die Tierschützer in der Smeura über 100 Katzen. Natürlich ist das nur der Tropfen auf den heißen Stein. Das Kastrieren freilebender Katzen ist auch dort alternativlos.

Für die von unserem Mitglied Frau Sievers versorgten Papageien - wir berichteten bereits - haben wir im vergangenen Jahr wieder die Futter- und Tierarztkosten bezahlt. Wir haben großen Respekt vor dem Dauerengagement von Frau Sievers und danken ihr – weil es bestimmt sonst keiner tut – an dieser Stelle einmal ganz herzlich für ihre aufopferungsvolle Arbeit.

                       der blinde Kim

Bitte bleiben Sie uns treu und bitte unterstützen Sie den Tierschutz, wo und wie immer Sie es können. Nur der Tierschutz ist ein kleiner Ausgleich dafür, was wir Menschen den Tieren tagtäglich antun.

Herzliche Grüße Ihre

Gabriele Waniorek-Goerke - Franziska Röder - Eberhardt Goerke

 

 

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Tiere in Not - Hamburg e.V. | Stand: 02-2018